Die geheime Invasion – Woche 1 (Sofort lesen – Kostenlos) Noch keine Bewertung

Die geheime Invasion

Woche 1

Gewidmet allen Aufmerksamen

Die Welt ist groß, auch wenn sie, unbemerkt, von Woche zu Woche kleiner wird.

Vorgeschichte

Alex P. Jandra

Die Stadt stöhnt unter der Hitzewelle.

Viele Familien nutzen den Feiertag für ein Picknick, so auch Familie Lovecraft.

Nachdem sie im Park nahe des Weißen Hauses ein schattiges Plätzchen okkupieren konnten, vergnügten sich Vater Phil, der älteste Sohn Rafael und Tochter Ruby mit Ballspielen, sehr zur Freude von Mischlingshündin Miss Kitty.

Mutter Janet und Baby Molly dagegen saßen auf einer großen Decke und sahen nur zu.

Die Anzahl der Ballspieler variierte, da auch andere Hunde und ihre Besitzer sich zeitweilig dazugesellten, was hier völlig normal war.

Niemand ahnte, dass diese Postkartenidylle schon bald empfindlichen Schaden nehmen würde.

Noch wurde sie untermalt vom Summen der Insekten, dem Zwitschern der Vögel, dem Bellen der Hunde und dem Lachen der Kinder.

Die Zeit verging, wie immer in solchen Momenten, wie im Flug.

Natürlich quengelten die Kinder, wollten noch bleiben.

Da Janet eh nicht gern kochte und die Kinder „beruhigen“ wollte, versprach sie ihnen Pizza, was, wie erwartet, bei allen Begeisterung auslöste.

Während Phil alles Mitgebrachte im großen Familienkombi unterbrachte, versuchte Janet mit ihrem brandneuen Handy den Pizzaservice ihres Vertrauens zu erreichen.

Doch mangels Netz scheitert ihr Versuch.

Ein Funkloch, hier, mitten in der Stadt?

Oder war ihr „Draht zur Welt“ bereits nach einigen Tagen reparaturbedürftig?

Missmutig stieg sie in den Wagen, informierte kurz ihren Ehemann, doch beide ahnten nichts von dem Unheil, welches unerbittlich näherkam und sich nicht mit Hilfe von Pizza aus der Welt schaffen ließ.

Aber das sollte sich in Kürze ändern.

Fünf Stunden zuvor im Weltall …

Der Untergang der wukuwanischen Flotte

Alex P. Jandra

Willkommen an Bord der FINAL RAGE, dem Stolz der wukuwanischen Flotte, denn sie ist das Flaggschiff.

Das prächtigste und größte Schiff aller Zeiten, leider auch das Einzige.

Alles begann mit dem Absturz der Voyager-Sonde auf Wukuwan. Unglücklicherweise kam bei ihrem Aufprall eine Mulle ums Leben.

Das wirklich Ärgerliche war jedoch, dass es sich um eine Mulle des Kökmöks handelte, was diesen in Wut versetzte.

Also baute man kurz entschlossen die FINAL RAGE, was nicht mal eine Generation dauerte, denn der durchschnittliche Wukuwaner wird stolze 48 Jahre alt!

Da die Angreifer (wir) ihre Visitenkarte an ihrer interplanetarischen Bombe in Form einer Plakette hinterlassen hatten, berechneten die Wissenschaftler Wukuwans (Drei und ein Lehrling) den zu fliegenden Kurs. Vollgepackt mit den tödlichsten Waffen der wukuwanischen Forschung, sprang die FINAL RAGE durch ein Wurmloch in der Nähe einer verlassenen Raumstation unbekannter Herkunft.

Die Passage war rau, doch Captain Hir-Ni war die Ruhe selbst. Als Kommandant war es seine oberste Pflicht, Ruhe auszustrahlen. Andernfalls, da war er sich sicher, hätten sie vor lauter Panik bereits kollektiven Selbstmord begangen.

»Noosh-In, wann erreichen wir den zweiten Transitpunkt?«

»Bald, Captain, bald!«

»Aha! Wird ja auch Zeit!”

Das Wurmloch spuckte die FINAL RAGE förmlich aus, besser gesagt, sie wurde unkontrolliert herausgeschleudert, wobei das empfindliche Steuersystem Schaden nahm. Erheblichen Schaden. Jetzt hieß es Daumen drücken und den `Fingerspitzen´ der Chefpilotin vertrauen.

Tatsächlich schaffte es Noosh-In mithilfe der Landedüsen, das Schiff heil durch das Planetenlabyrinth zu steuern, bis sie in der Umlaufbahn des Blauen Planeten etwas entdeckten.

»Was nun, Eure Schleimigkeit?«, fragte Mari-Na, die Waffenoffizierin, den Captain, der cool auf seinem Futznik hockte.

»Ich vermute, es handelt sich um ein Schiff des Feindes, welches uns vernichten soll, bevor wir die Wuz abgeliefert haben. Weshalb sonst sollten sie auf Abfangkurs fliegen?«

»Zufall?«, fragte Divi-Na, die Schiffsärztin.

»Es gibt keine Zufälle, Doc«, behauptete Hir-Ni, »außer ich mische die Karten!«

»Die Abwehrkanonen scharfmachen, Eure Zufälligkeit?«, schaltete sich Mari-Na erneut in das Gespräch ein.

»Natürlich, Sie scharfes Shlinok! Die pusten wir aus dem All!«

»Geht klar, Eure Aufgeblasenheit! Machen wir uns scharf.«

»Verdammt! Wie groß wird das Ding denn noch?«, fragte Noosh-In, wenngleich sie wissen musste, dass ihr niemand an Bord die Frage beantworten konnte.

»Das weiß niemand an Bord, oder etwa doch? Dann raus mit der Sprache!«, befahl der Captain und sah sich um.

Sofort mied jede der drei Nixdas Blickkontakt, denn sie kannten die extrem unkontrollierbare Paarungssucht ihres Anführers.

»Verstehe, keine Ahnung von nix. Muss ich denn alles allein wissen? Wofür hab ich euch eigentlich mitgenommen?«

»Achtung! Alle fest …….!«

Noosh-Ins Warnung kam zu spät. Kaum war das feindliche Raumschiff in Reichweite ihrer Einschlaf-Werfer, fuhr der Gegner etwas wie eine riesige Fitschweg aus. Eine Kollision war nicht zu verhindern, weshalb alle zu ihren Gibgibs beteten.

Den Nixdas sah man es auch an, während der männliche Captain Hir-Ni nicht mal mit einer Wimper zuckte. Das wäre auch nicht möglich gewesen, denn seine Zukkis flatterten wie wild, konnten sich aber nicht von ihm lösen, um sich in Sicherheit zu bringen.

Die Kollision war kurz und schmerzlos. Zumindest für die Insassen der FINAL RAGE. Dann ging auch noch das Licht aus.

»Captain, der Zwisch ist ausgefallen!«, rief Divi-Na, wobei ihre Stimme leicht zitterte, wie die Oberlippe eines knabbernden Kaninchens.

ACHTUNG! DER ZWISCH IST AUSGEFALLEN IN FOLGE EINER UNANGEMELDETEN BUMSEREI!, meldete urplötzlich der Bordquak mit schriller Stimme.

»Das sehe ich selbst, du -zensiert von der galaktischen Union- -zensiert von der galaktischen Union-!«

Da sprang der Notgenerator mit übertriebenem Getöse an.

Kaum erhellte der rötliche Schein der Notbeleuchtung die Brücke, brüllte der Captain seine Waffenoffizierin an.

»Warum, verdammt, haben Sie nicht gefeuert?«

»Ich wartete auf einen Befehl, Eure Brüllaffigkeit.«

»Auf welchen Befehl?«, fragte Hir-Ni irritiert.

»Den zum Abfeuern der Schläfer?«

»Die sind noch an Bord? Wie kann das sein? Erklären Sie mir das!«

Langsam, ganz langsam, schienen die Fasern seines Geduldfadens eine nach der anderen mit einem leisen Pling zu reißen.

»Was soll ich erklären?«, wollte Mari-Na wissen, obwohl sie wusste, was er wissen wollte.

»Alles! Sie sind schuld an diesem -zensiert von der galaktischen Union- Disaster, also erklären Sie uns das!«, keifte der Kommandant wie ein Waschweib an den Ufern des Pandarve.

»So nicht! Sie können doch nicht machen, was ….«

»Doch, kann ich!«, unterbrach Hir-Ni ihren Zwergenaufstand und griff Divi-Na mit einem seiner sechs Tentakel an ihre Batschkies, worauf die Bordärztin anfing, die wukuwanische Staatshymne zu pfeifen.

»Sofort aufhören!«, brüllte Hir-Ni, obwohl das nicht erlaubt war, denn die Staatshymne pfeifen hat immer Vorrang!

Alle anderen hatten pflichtgemäß die Enden ihrer Tentakel auf den oberen Teil ihrer Blublase gelegt und summten (?) wie ein Chor im Hintergrund.

ACHTUNG! ACHTUNG!, meldete sich der Bordquak, HÜLLENBRUCH! VERLIEREN SAUERSTOFF! GUT DASS ICH KEINEN BRAUCHE! SCHLAGE EVAKUIERUNG VOR! »Verdammt! Lässt sich das Leck reparieren?«, fragte Hir-Ni, der glaubte, wie alle anderen Anwesenden, bereits an Sauerstoffmangel zu leiden.

JA! ABER WER? ICH KANN DAS NICHT!

»Noosh-In! Sofort das Leck reparieren!«, befahl Hir-Ni der Bordtechnikerin.

»Wozu? Wir sollen doch evakuieren.«

»Dann eben nicht. Und was sollen wir mit der Wuz machen?«

ACHTUNG! FEHLMELDUNGSKORREKTUR! WIR HABEN KEIN LECK! DA HABT IHR ABER ZULK GEHABT!

»Bei allen Gibgibs! Wir sind gerettet!«, jubelte Divi-Na.

»Abwarten! Noch lebe ich!«, dämpfte der Captain die Freude der Ärztin.

»Dieser missliche Umstand lässt sich doch problemlos abändern, Eure Winzigkeit«, war sich Mari-Na sicher.

»Das könnte euch so passen! Ohne männliche Aufsicht den Krieg gewinnen und allen Ruhm einheimsen! Aber nicht mit mir!«, gab Hir-Ni wütend zurück.

»Mit wem dann?«, hakte Noosh-In nach.

ACHTUNG! DIE BEWEGUNGSSENSOREN ZEIGEN EIN FÜNFTES ELEMENT AN BORD! BITTE ÜBERPRÜFEN! ES KÖNNTE EIN HÖCHST GEFÄHRLICHES ALIEN SEIN! ICH HASSE ALIENS!

Dann war es einen Moment lang so still, dass selbst die berühmte Stecknadel nicht runterfallen wollte, als plötzlich …….

JETZT MACHT SCHON! FANGT DIESES ALIEN!

»Wer sagt denn, dass es ein Alien ist? Vorhin noch sagtest du …..«

VORHIN! VORHIN! WEN INTERESSIERT WAS ICH VORHIN GESAGT HABE? LOS JETZT ODER ICH SETZE DAS SCHIFF UNTER ZWISCH UND IHR WERDET ZUSAMMEN MIT DEM ALIEN GEZUSCHBACKT!

»Verdammte Scheiße! Das kannst du doch nicht machen, du hirntotes -zensiert von der galaktischen Union-!«, schrie Captain Hir-Ni, jede Autorität verlierend.

»Ich will nicht gezuschbackt werden, Eure Hirnlosigkeit!«, protestierte Mari-Na.

»Dann runter mit den Klippniks, damit ich euch richtig durchknibbeln kann!«, forderte Hir-Ni und grinste gierig bis geil.

»Ja, Gruppenknibbeln!«, rief Divi-Na begeistert und legte vor.

ACHTUNG! HABT IHR LUTSCHKOKEN VERGESSEN DAS WIR EIN ALIEN AN BORD HABEN?

»Sagt wer?«, wollte Noosh-In wissen.

Da öffnete sich zischend die Zugangstür der Brücke und in der Fahrstuhlkabine stand ein kleines süßes Wesen und sagte in die entstandene Stille (bedingt durch Schockstarre):

»Hallo, ich bin Ja-Na, eine Büchereimaus. Bitte tut mir nichts!«

Nachdem die Schockstarre ebenso schlagartig verschwand, wie sie aufgetaucht war, lachten die vier Offiziere der wukuwanischen Raumarmee wie auf Kommando los.

»Eine Büchereimaus!«, grölte Hir-Ni und zückte eine winzige Handfeuerwaffe.

ACHTUNG! DER HELDENHAFTE CAPTAIN HIR-NI TÖTET JETZT DAS ALIEN!

»Niemals!«, rief Noosh-In und stürzte sich auf ihren Vorgesetzten.

»Nehmen Sie ihre Tentakel weg, Sie ……!« Er verschluckte den Rest des Satzes, denn er und Noosh-In schwebten plötzlich in der Luft!

»Bitte, hört mich an. Ich möchte euch nichts tun, aber ich will auch nicht verschnutzelt werden!«, rief die Büchereimaus mit dünner Stimme.

HÖRT HÖRT!

«Schnauze!«, brüllte ein wütender Hir-Ni, doch der Bordquak ließ sich ungern Vorschriften machen.

ACHTUNG! WIR STÜRZEN AB! GIBT ES HIER JEMANDEN DER DAS VERHINDERN WILL?

Ratlos sahen sich die Crewmitglieder an.

»Wir sind verloren«, jammerte Divi-Na.

»Was wollen Sie unternehmen, Eure Schlunzigkeit?«, verlangte Mari-Na zu wissen.

VORSICHT! DAS ALIEN TRÄGT EINE BRILLE!

»Was?«, fragte Hir-Ni, der den Faden verloren hatte.

KORRIGIERE! IRRITATION DURCH UNTERSCHIEDLICHE FÄRBUNG DES FELLS!

»Da ist nichts gefärbt! Alles echt!«, protestierte Ja-Na.

»Ha, wer’s glaubt!«, bemerkte Noosh-In mit einer Spur Ungläubigkeit in der Stimme, die so sexy war wie das Quietschen einer eingerosteten Tür.

HALLO? SCHON VERGESSEN? WIR STÜRZEN AB! WIR WERDEN ZERSCHELLEN! NEIN! ICH WERDE ZERSCHELLEN! IHR WERDET ENTWEDER VORHER GEZUSCHBACKT ODER FALATSCHT WENN ICH ZERSCHELLE! WAS FÜR EIN DRAMA!

»Bin ich hier denn nur von Hirntoten umgeben? Lass mich sofort runter, du Bücheralien!«, befahl Captain Hir-Ni der Büchereimaus. Was er Sekunden später bereute. Schmerzhaft bereute!

Merkwürdigerweise stürzte nur der Captain zu Boden.

Noosh-In glitt sanft wie eine Feder auf den Boden der Tatsachen zurück und grinste unverschämt.

»Haben Sie sich wehgetan, Eure Unappetitlichkeit?«, erkundigte sie sich süffisant. Noch bevor der Kommandant der FINAL RAGE antworten konnte, veränderte sich die allgemeine Geräuschkulisse und die Notbeleuchtung erlosch.

»Was denn noch?«, stöhnte Hir-Ni nicht nur wegen der Schmerzen an seinem Qukik.

ACHTUNG! DER NOTSTROMGENERATOR IST AUSGEFALLEN! DAS KOMMT DAVON WENN MAN AM FALSCHEN ENDE SPART!

»Verdammt! Zumindest hat uns die ENTERPRISE noch nicht erwischt«, versuchte Hir-Ni der Situation etwas Gutes abzugewinnen.

»Vielleicht waren die abgefangenen Nachrichten gefälscht, um Stärke vorzutäuschen, Eure Schrumpeligkeit«, gab Mari-Na zu bedenken.

»Das waren Liveübertragungen, da kann man nichts fälschen!«, belehrte der Captain seine Waffenoffizierin.

»Zu dumm, dass unsere Experten den Code nicht entschlüsseln konnten«, bedauerte Divi-Na.

»So geht das nicht weiter! Noosh-In, jetzt reparieren Sie endlich was!«, befahl ein entnervter Hir-Ni.

»Wieso? Man sagte nur, ich sei zur Bordtechnikerin befördert, aber nicht, wie dieser ganze Billk funktioniert!«

»Sonst noch jemand, der eigentlich wegen Unfähigkeit nicht hier sein sollte?«, fragte der Captain resigniert ins Dunkel.

»Also, ich nicht!«, behauptete Divi-Na. »Ich kenne mich sehr gut mit dem Aufschneiden von Dixklos aus. Brauchen Sie einen Beweis, Captain?«

»Besser nicht.«

ACHTUNG! WIR STÜRZEN WEITERHIN DEM PLANETEN DER MUUSCHIES ENTGEGEN!

»Das ist das Ende der Geschichte, also geh mir nicht auf die Plattnoks, du unnützes Ersatzteil!«, resümierte der Captain und seufzte schwer und tief.

Zu diesem Zeitpunkt (MEZ gegenüber wukuwanischer Raum- und damit Bordzeit) auf der Erde.

Das vielen unbekannte Alien-Abwehrzentrum.

Ein Büro.

Soeben erhält General Johnny E. Bravo die Bilder, welche ein Satellit schoss, nachdem etwas mit seinem Sonnensegel kollidiert war und dieses nun eine um 40% niedrigere Leistung brachte.

»Auf diesen Fotos ist ja kaum was zu erkennen!«, beschwerte sich General Bravo.

»Tut mir leid, Sir! Was machen wir jetzt?«, fragte seine blutjunge Adjutantin.

»Hmm. Unser Shuttle ist doch in der Nähe. Die sollen mal versuchen, dieses Ding einzusammeln.«

Zurück an Bord der FINAL RAGE.

IHR HABT GLÜCK DASS WIR KEINEN ZWISCH MEHR HABEN!

»Warum?«, fragte Divi-Na so naiv wie eine gewisse blonde Millionenerbin.

»Bei allen Gibgibs! Wie kann man nur so stumpf sein?«, erregte sich Noosh-In, ohne erregt zu werden (wenn Sie wissen, was ich meine).

Die Büchereimaus, von allen unbeachtet, da es dunkel war (trotz einiger Sterne, die zum Bugfenster hereinschienen), konzentrierte sich auf etwas ganz anderes!

Ohne Vorwarnung erlosch auch der letzte Krümel Licht. Jetzt war es richtig dunkel!

»Wieso ausgerechnet eine Büchereimaus? Wir haben doch keine Bücherei an Bord!«, fragte sich Hir-Ni laut, aber niemand antwortete.

Da wurde das Schiff ordentlich durchgeschüttelt. »Ah! Ich hab mir den Dixklo gestoßen!«, fluchte Hir-Ni.

»Gibt es etwas zum Aufschneiden oder Ausweiden?«, fragte Divi-Na scheinbar besorgt, obwohl sie hoffte, endlich ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen zu können.

ACHTUNG! ICH BIN BLIND UND WERDE GLEICH ZERSCHELLEN! TRÖSTET MICH!

»Leck mich, du -zensiert von der galaktischen Union-lose Karikatur eines Bordquaks!«

DAS GEHT NICHT SIE BEUTEL VOLL BILLK DA ICH KEINE ZUNGE BESITZE!

»Aber sprechen können. Wie geht das überhaupt ohne Zunge?«, interessierte sich der Captain für die technischen Details, da eh bald Zapfenstreich war. Da flackerten die ersten Lichter, bis schließlich die gesamte Innenbeleuchtung wieder ihren Dienst aufnahm.

»Gute Arbeit, Noosh-In«, lobte der Captain, was alle entsetzte. Gefahr war im Verzug, wenn Hir-Ni jemanden lobte.

»Aber …. Das war ich nicht«, wehrte diese etwas plump, aber erfolgreich, das Lob ab und atmete tief durch.

HURRA! ICH KANN WIEDER SEHEN!

»Schnauze!«, bellte der ruhmreiche Kommandant des wukuwanischen Flaggschiffs und näherte sich unauffällig der Büchereimaus.

ACHTUNG! DIE STERNE SIND VERSCHWUNDEN! WIR STÜRZEN OHNE ORIENTIERUNG AB! DAS IST UNVERANTWORTLICH!

Diesmal brüllte Hir-Ni den (das?) Bordquak nicht an, sondern griff sich ein Glitschnie von der Konsole und stürzte sich auf das angebliche Alien. Mit einer Schnelligkeit, die man einem solchen Körper in seinen kühnsten Träumen nicht zugetraut hätte, stach er Ja-Na erst ins linke Auge und führte danach zwei Aufschlitzbewegungen durch.

Divi-Na wollte zu Hilfe eilen und sich am Aufschlitzen beteiligen, doch der Todesschrei, den die Büchereimaus ausstieß, ließ alle augenblicklich bewusstlos zu Boden stürzen.

War dies das unwiderrufliche Ende?

Würden alle den Aufprall verpassen?

NEIN! ICH BIN NOCH DA! HALLO?

Derweil im Präsidentenpalast, auch Weißes Haus genannt.

»Bitte, Herr Präsident«, sagte der General und legte den Aktenkoffer auf den Tisch seines Vorgesetzten.

»So viel Aufwand für eine Nachricht? Was steht denn drin?«

»Das ist streng geheim, Sir.«

»Oh, verstehe. Geheim. Dann wollen wir doch mal sehen, was unsere Spacecowboys diesmal wollen.« Die Nachricht lautete: >Objekt geborgen – Stop – Sieht merkwürdig aus – Stop – Macht Geräusche – Stop – Offensichtlich ein unbekanntes Flugobjekt – Stop – Erwarten weitere Anweisungen – Stop<

»Oha, ein Ufo also. Geben Sie durch, ich befehle die sofortige Rückkehr. Dann bringen Sie das Ufo zur Area 51 und beginnen mit der Untersuchung. Nehmen Sie Kontakt auf oder was immer nötig ist, um die Geheimnisse der Außerirdischen in Erfahrung zu bringen«, befahl der Präsident mit grimmigem Blick.

»Aye, aye, Sir! Wird mir ein inneres Blumenpflücken sein!«, entgegnete der General ebenso grimmig und verließ das Büro. Er hatte es mächtig eilig, wieder in sein eigenes Büro zu kommen.

Was mochte der Grund dafür sein?

Alkoholismus?

Ein Bedürfnis nach Wärme?

Hunger?

Alles falsch! Der General wollte nur zu dem einzigen Menschen, der ihn verstand und ihm, wenn er es brauchte, einen blies. Und jetzt brauchte er es dringender denn je!

Kaum im Vorzimmer seiner Adjutantin, versperrte er die Tür und öffnete den Reißverschluss seiner Uniformhose. Doch ihr aufgeregtes Abwinken ließ ihn innehalten.

»Was ist los?«, fragte er irritiert.

»Ich bin los«, antwortete seine Frau mit tonloser Stimme. »Und wag es ja nicht, nach Hause zu kommen, du Schwein! Du hast kein Zuhause mehr!«

Im Vorbeigehen schlug sie ihm schnell und überraschend ins Gesicht, prallte anschließend gegen die (für sie überraschend) verschlossene Tür. Mit einem undamenhaften Fluch kommentierte sie diesen Umstand, entriegelte die Tür und stürmte hinaus.

»Tut mir leid, aber ich …..« Weiter kam sie nicht, denn der General versperrte bereits wieder die Tür, wobei er sagte:

»Mir nicht! Jetzt haben wir mehr Zeit für uns!«

»Das interessiert nur jemanden, der eine Parkuhr ist. Warum hab ich mein Höschen noch an?«, wollte seine Adjutantin wissen und zog auffordernd ihren knielangen Rock langsam in die Höhe.

Der General schluckte hart. Sie trug gar keine Unterwäsche! Verstieß das nicht gegen gewisse Vorschriften?

Egal!

Schon nestelte er an den Knöpfen ihrer Bluse, um ihre Brüste freizulegen, bei deren Anblick er stets nur noch Kind sein wollte, als es an der Tür klopfte.

»Verflucht!«, fluchte die Adjutantin nicht sehr damenhaft, machte sich, trotz schwacher Proteste, frei und ging zur Tür.

Draußen wartete der Adjutant eines anderen Generals und rief aufgeregt:

»Der General soll sofort im Konferenzsaal erscheinen! Roter Alarm! Wir haben Kontakt!«

»Ich sag’s ihm«, versprach sie in säuerlichem Ton und schloss die Tür. Zu mehr Reaktion war sie momentan nicht fähig oder willens.

»Roter Alarm? Wer will uns denn da ans Bein pinkeln?«, fragte sich der General und kratzte sich am Sack.

Nach und nach kam die Besatzung der FINAL RAGE wieder zu Bewusstsein. Noch immer wurde das Schiff von schweren Turbulenzen geschüttelt. Dachte man, während sich alle festschnallten, wobei ihnen ständig Teile von Ja-Nas Eingeweiden (oder Ja-Na selbst) um die Ohren flogen, was eine ziemliche Sauerei ergab.

Bis ein gigantisches Auge versuchte, einen Blick auf das Innere des Schiffs zu werfen.

Wild durcheinander schreiend, sich ihrer Panik voll hingebend, wusste keiner, was eigentlich los war.

ACHTUNG! DIE AUSSENSENSOREN MELDEN DASS EIN RIESIGER MUTANT UNS MIT SEINEN GREIFWERKZEUGEN GEPACKT HAT!

»Setz die Hülle unter Zwisch. Vielleicht lässt er uns dann los!«, befahl der Master of Disaster mit schriller Stimme.

ABER ER IST WIRKLICH RIESIG!

»Drauf mach ich einen Haufen Klek, du Feigling!«, quiekte Hir-Ni.

»Setzen Sie sich durch, Eure Sperrigkeit!«, feuerte ihn Mari-Na an, was der Captain allerdings falsch verstand.

»Ich mach dich kalt, du -zensiert von der galaktischen Union-!«

JA! NIXDAKNIBBELN!

»Schnauze!«

Der Captain war echt und sehr erregt. Sozusagen kurz davor, sein Glitschniek auszufahren!

ICH BIN KEIN NIEDERER BEFEHLSEMPFÄNGER! ICH BIN DAS BORDQUAK!

»Na und? Nur eine Maschine von vielen! Ersetzbar, wie alles andere!«

»Ja, setz dich durch! Lass dir das nicht gefallen!«, unterstützte Mari-Na nun die Rebellion der Maschine.

»Ich finde auch, dass Sie viel zu oft rumschreien und zudem unflätige Wörter benutzen. Muss das sein?«, gab jetzt auch Divi-Na ihren Kommentar zum Benehmen des Captains.

»Das ist das Vorrecht eines Vorgesetzten!«, behauptete Hir-Ni.

»Dann gehen Sie auch vor, wenn Gefahr droht?«, fragte Noosh-In, die es jetzt genau wissen wollte.

»Seine Verschleimtheit? Niemals!«, gab Mari-Na ihre Überzeugung der Öffentlichkeit preis.

»Du miese -zensiert von der galaktischen Union-! Wenn das hier vorbei ist, mach ich dir ein Specklusken!«, schwor Hir-Ni der Bordärztin.

»Nur mit meiner kalten Pfarze!«, konterte Divi-Na.

»Dann erst recht! Aber doppelt!«, versicherte er ihr und wartete auf das Ende dieser Episode, die irgendwann vorbei sein MUSSTE.

VIELLEICHT SOLLTE ICH JETZT DIE WUZ ABWERFEN!

»Macht doch, was ihr wollt«, resignierte Hir-Ni und sonderte unangenehmen Geruch ab.

»Ein passendes Schlusswort, eure Abartigkeit«, befand Mari-Na geradezu fröhlich.

»Nein, Bordquak! Wenn wir die Wuz jetzt abwerfen, war alle Mühe vergebens. All die Beschimpfungen umsonst ertragen, noch nichts zu verflibbeln! Das darf nicht das Ende sein!«, appellierte die Bordärztin an die Maschine.

NA GUT! ABER SAGT BESCHEID WENN ES SOWEIT IST!

Zum Glück der Wukuwaner konnte das Bordquak keine Gedanken lesen. Oder? Jetzt bin ich verunsichert. Kann es? Sag schon! Alles klar, heute nicht mehr. -zensiert von der galaktischen Union-!

Der General wusste nicht, ob er lachen oder etwas anderes tun sollte.

Ein riesiges Raumschiff nähert sich der Erde?

Scheiße!, dachte er, als er nach vielen Sitzungsstunden im geheimen Bunker in das Vorzimmer seines Büros trat.

»Und?«, fragte seine Adjutantin besorgt, als sie seine angespannte Miene sah.

»Sofort ins Bad! Schnell, bevor es keine Möglichkeit mehr dazu gibt!«, trieb er sie an. Kaum fiel die Tür des Badezimmers ins Schloss, hatte er ihre Brüste, weiß wie italienischer Marmor, freigelegt, als eine Stimme im Nebenzimmer rief:

»Ist jemand hier?«

»Pst«, gebot der General und küsste ihren Hals, während eine Hand versuchte, unter ihren Rock zu gelangen.

Da ging die Tür auf und jemand sagte:

»Ach, da sind Sie!«

»Wenn Sie auch nur einen Ton darüber verlieren, ist ihre Karriere mehr als beendet, verstanden?«, stieß der General wütend, mit betont drohendem Unterton, aus und richtete seine Uniform.

»Natürlich, Sir! Hier ist nichts passiert und folglich habe ich nichts gesehen!«

»Also, warum stören Sie meine Besprechung?«

»Sir, das Shuttle ist gelandet. Man erwartet Sie im Labor.«

»Weshalb? Ich bin keiner von diesen Einstein-Freaks!«

Der (männliche) Adjutant begann aufgeregt mit den Händen rumzufuchteln, was dem General überhaupt nicht gefiel.

»Sie haben den mysteriösen Gegenstand mitgebracht!«

»Welchen mysteriösen Gegenstand?«, fragte der General.

Da half seine Adjutantin aus.

»Das Memo! Der Gegenstand, der das Sonnensegel des Spionagesatelliten beschädigte. Ich wollte es ihnen gerade bringen!«

»Schlamperei! Bin ich denn nur von der Unfähigkeit in Person umgeben?«

Der Adjutant überlegte fieberhaft, ob er auf die Frage in irgendeiner Art antworten sollte.

Dieses Problem hatte die Adjutantin nicht. Sie wusste, dass sie nur in bestimmten Situationen den Mund zu öffnen hatte. Ansonsten war man mit Schweigen immer auf der sicheren Seite.

Da öffnete der Adjutant den Mund!

An Bord der FINAL RAGE herrschte helle Aufregung.

Soeben hatte das Bordquak vermeldet, dass Sonderverfügung S-666-ATA-N mit sofortiger Wirkung aktiviert wurde.

»Und um was geht es dabei?«, fragte Hir-Ni jeden und keinen.

»Die Kampfroboter haben sich aktiviert, weil ihnen langweilig ist«, klärte ihn Noosh-In auf.

»Ist nicht wahr! Einfach so? Wozu bin ich Captain, wenn jeder machen kann, was er will?«

»Keine Ahnung, eure Überflüssigkeit! Weil man Hir-No, den anderen Captain, nicht finden konnten?«, stichelte Mari-Na.

»Schon gesagt? ICH HASSE EUCH!«, brüllte Hir-Ni unvermittelt los.

Da klopfte es erneut an der Tür. Jemand wollte anscheinend auf die Brücke!

Wer war dieser Jemand?

Und was wollte er?

Oder war es eine Sie?

Gar ein Danger-Seeker?

Ferngelenkt?

Bevor der Adjutant etwas sagen konnte, fing er an zu glitzern und verschwand!

Entsetzt sah die Adjutantin den General an.

»Darum kann ich mich jetzt nicht auch noch kümmern!«, bellte dieser unverhältnismäßig laut, um seine eigene Unsicherheit zu kaschieren. Dann stürmte er aus dem Raum, halblaut einen Fluch murmelnd.

ACHTUNG!, meldete sich der Bordquak zu Wort. DIE ROBOTER WOLLEN ZUGANG ZUR BRÜCKE UM DAS KOMMANDO ZU ÜBERNEHMEN!

»Die machen uns eiskalt kalt!«, befürchtete Divi-Na. Niemand widersprach ihr.

»Und jetzt, eure widerliche Verdummtheit?«, provozierte Mari-Na (zu diesem Zeitpunkt sehr unproduktiv) ihren Captain.

»Wir werden verhandeln!«, war dessen simple Antwort.

Der Captain öffnete persönlich die Schleusentür. Ohne ein Geräusch (wenn man von den Panzerketten absah, auf denen sie sich fortbewegten) oder eine Ehrenbezeichnung rollten vier Roboter an ihm vorbei. Sie unterschieden sich nur in einem Punkt: Ihre Schädel waren verschiedenfarbig lackiert.

NOOSH-IN! KURS ÜBERPRÜFEN!, befahl die rotköpfige Maschine mit schnarrender Stimme, doch bevor die Pilotin antworten konnte, schnarrte die grünköpfige Einheit:

ROGER ROGER!

Verwirrte Blicke flogen unkontrolliert umher, verletzten aber niemanden.

MARI-NA! STATUS!

Der blauköpfige Roboter, nachdem er blitzschnell die Waffenkonsole überprüft hatte, schnarrte: ALLE WAFFEN SCHARF! WUZ ABWURFBEREIT!

»Jetzt reicht’s!«, kreischte Hir-Ni. »Zwei von jeder Sorte ertrage ich nicht!«

Da drehte sich der Rote in seine Richtung, scannte ihn und fragte dann:

WARUM?

»Äh, weil es zu viele sind?«, fragte der total überforderte Captain vorsichtig zurück.

Der Roboter-Captain berechnete schnurrend und summend die Wahrscheinlichkeit dieser Antwort, die aber auch eine Frage war!

Jetzt muss man wissen, dass sich die wukuwanische Technik bezüglich künstlicher Intelligenz zu diesem Zeitpunkt nicht in der Blüte befand. Eher im Stadium eines frisch ausgesäten Mutterkorns!

Gleichzeitig etwas Gegensätzliches zu verarbeiten überforderte die billig hergestellten mechanischen Teile, der rot lackierte Kopf begann zu qualmen, dann warf der Lack Blasen.

Alle starrten den künstlichen Captain wie eine gesichtslose und absolut sensationsgeile Masse an, warteten atemlos ab, was als nächstes passieren würde.

Erste Funken sprühten aus dem Kopf und alle zuckten erschrocken zusammen, als der Bordquak Alarm schlug.

ACHTUNG! AUSSENSENSOREN MELDEN TEMPERATURÄNDERUNG!

In diesem Moment wurde das Schiff schwer erschüttert!

Der kofferartige Metallkasten stand nun, nach einer flüchtigen Untersuchung in Area 51 (welche allerdings nie stattfand, da ja jeder weiß, dass dieser Ort nur ein Mythos ist), auf dem Schreibtisch des Präsidenten. Darin der mysteriöse Gegenstand aus dem All.

»Und was ist das nun, wenn keine Gefahr besteht?«, fragte der homosexuelle Staatsführer japanischer Abstammung die drei Männer vor seinem Schreibtisch, allesamt Generäle.

»Nun, Sir, am wahrscheinlichsten ist wohl, dass es sich um eine Botschaft handelt.«

»Eine Botschaft? Und wie lautet diese? Kommen morgen zum Tee?« Der Präsident schüttelte leicht den Kopf, fassungslos über die Unfähigkeit von Militär und Wissenschaft, und griff mit beiden Händen nach dem etwa 1,2 Meter langen Gegenstand, hob ihn aus der Schaumstoffeinlage, denn für seine Größe war er überraschend leicht.

WAS SOLLEN WIR TUN?, fragte das Bordquak.

»Den Antrieb starten!«, rief Noosh-In.

SCHLAFWERFER ABFEUERN, riet das Bordquak.

»Panisch in Panik verfallen«, tippte Mari-Na.

»Oh nein!«, grummelte Hir-Ni grimmig, »Wir machen etwas, womit niemand rechnet!«

»Und was soll das sein?«, wollte Divi-Na wissen.

»Wir ergeben uns und bitten um Asyl!«

»Niemals!«, rief Noosh-In entrüstet.

DAS IST HOCHVERRAT!, schnarrte der Mari-Na Roboter. SIE STEHEN HIERMIT UNTER ARREST!

»Pah, drauf gesnuht!«, war Hir-Nis Reaktion auf den ihn umgebenden Wahnsinn.

SIE WOLLEN MICH EXKREMENTIEREN? DAS WÄRE MORD!, gab der Roboter, welcher Mari-Na in keinster Weise ähnelte, zu bedenken.

WAS SOLL ICH TUN?, fragte das Bordquak, doch niemand achtete darauf.

DAS war ein großer Fehler!

Während sich Wukuwaner und Roboter anschrien, bzw. anschnarrten, traf das Bordquak eine einsame Entscheidung und verkündete sie dann. ICH WERFE JETZT DIE WUZ AB!

»Nein!«, schrie Hir-Ni noch, aber er hatte keinerlei Möglichkeiten, die Wahnsinnstat zu verhindern. Allen an Bord der FINAL RAGE blieb nur, auf etwas Unvermeidliches zu warten:

DAS ENDE?

Nein, auf das explodieren der Wuz, die etwa so groß war, wie der kleine Finger des Präsidenten. Diese tat ihre Pflicht und explodierte mit allem, was ihr zur Verfügung stand. Alles im Umkreis von rund fünfundzwanzig Metern wurde zerfetzt. Nur die FINAL RAGE nicht, dank ihrer Anti-Wuz-Beschichtung. Allerdings wurde durch versehentliches Betätigen eines Schalters durch den umherfliegenden Kopf eines -zensiert von der galaktischen Union- Roboters der Tankverschluss des zweiten Antriebsbehälters geöffnet, wodurch sein Inhalt entkommen konnte. Erst beim Aufprall, nach einem völlig unkontrollierten Flug über fünfhundert Meter, ging noch etwas zu Bruch. Das Vertrauen der Besatzung in die wukuwanische Technik.

Derweil befielen mikroskopisch kleine Käfer alles, was mit Strom betrieben wurde. Sie vermehrten sich ungehindert, weil niemand von ihrer Existenz wusste, und legten so nach und nach den Planeten lahm.

Doch bis dahin verbreiteten die Medien Nachrichten aus glaubwürdigen Quellen mit solchen Schlagzeilen:

INVASION!

SIE SIND HIER! ALIENS AUS DEM ALL!

HAUPTFLOTTE HINTER DEM MOND VERSTECKT!

DIE KÖRPERFRESSER KOMMEN!

Der Tod des Präsidenten schien zweitrangig. Die Sensationsgier der Medien war mit der `Droge Außerirdisch´ auf das höchste Level gepuscht worden.

All das verpassten unsere Helden, denn sie lagen bewusstlos, aber nur leicht verletzt, auf der Brücke ihres Schiffes, welches ein netter Hund gerade in seinem Maul davon trug.

Fortsetzung folgt…

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