Manuel-das irgendwie Anderskind-Alexander Brummer (Sofort lesen) 5/5 (1)

Über das Buch

Worum geht es in dem Buch?

Was ist das Besondere an der Geschichte?

In diesem Buch geht es um ein – vergleichsweise hartes – Kinderschicksal. Genauer: um die Diagnose einer furchtbaren Erkrankung, mit all ihren Folgen, Risiken und Nebenwirkungen für das Leben und die Seele eines Kindes und seiner Familie.

Eine Familie wird von einem Tag auf den nächsten unsanft aus ihrem Alltagsgeschehen gerissen und in einen permanenten Krisen- und Ausnahmezustand versetzt. Der Alltag wird fortan beherrscht von Sorgen, Angst, Trauer und Hoffnung – (Tabu-)Themen, die eigentlich so gar nicht in eine Familienwelt passen wollen.

Fragen nach Krankheit, Tod und Sterben drängen sich brutal und ungefiltert in den Vordergrund und bestimmen damit weitgehend die Lebenswirklichkeit und die Entwicklungschancen eines Kindes – Prägen es zu einem »Irgendwie-Anderskind.«

In Kinder- und Jugendbüchern erwartet man – tendenziell – Spiel, Spaß, Spannung, Abenteuer, kleine Helden und große Entdecker. Inhalte also, die die jungen Leser in andere, meist phantastische Welten entführen, weit ab von der gelebten Realität.

Dieses Buch wendet sich demgegenüber den oft harten und unbarmherzigen Seiten des Lebens zu. Es konfrontiert den Leser ungeschminkt mit einem Teil dessen, was das Leben und unsere Gesellschaft in Wahrheit bestimmt. Dabei wird nichts geschönt, nichts geschnörkelt, der Blick richtet sich ungetrübt auf die Situationen, wie sie sind, selbst dann, wenn sie ‹hart und unverdaulich› scheinen.

Für viele Kinder, Jugendliche und Familien bilden Lebensumstände, jenseits einer heilen Kinderwelt, die unumstößliche Realität, der sie sich tagtäglich zu stellen haben.

Der Autor dieses Werkes musste sich sein Leben lang diesen Realitäten stellen – und stellt sich ihnen noch … Mit diesem Buch, möchte er seine Erfahrungen mit anderen Menschen teilen.

Vorwort der Herausgeber

zu diesem Not-Vorabdruck

 Liebes Lesepublikum,

eines schönen Tages, landete – via Geheimtipp einer unserer Autorinnen – das Manuskript Manuel, das ›Irgendwie-Anderskind!‹ auf unserem Schreibtisch.

Ein autobiografisches Kinder- und Jugendbuch von einem Autor, dessen Leben alles andere als ›normal‹ verlief und der (laut eigener O-Ton-Aussage) schon ‹mehrfach mehr tot als lebendig› war …

Aufgrund einer schweren Erkrankung von Kindesbeinen an, folgte eine Gehirn-Operation auf die nächste, ein Krankenhausaufenthalt auf einen Weiteren.

Während die Schule kaum besucht werden konnte, waren Reha-Aufenthalte an der Tagesordnung und das Leben war (und ist!) permanent von Ohnmachtsanfällen, Koma und anderen katastrophalen Katastrophen begleitet. Katastrophal!

So wurde denn auch dieses Buch – teilweise unter katastrophalen Umständen – vom Krankenbett aus geschrieben und die Arbeit daran immer wieder, wegen zum Teil schwerer gesundheitlicher Probleme mit unklarem Ausgang, unterbrochen.

Jüngst, das heißt: eine knappe Woche vor der ›Buch-Berlin‹, hat uns die Nachricht erreicht, dass der Autor einen Herzinfarkt erlitten hat.

Obwohl das Buch erst für Sommer nächsten Jahres vorgesehen war, haben wir – das Elvea-Publishing-Team und das Literaturbüro Daria Robjani – uns dafür entschieden, es JETZT auf den Weg zu bringen!

Lieber Alexander, wir wünschen Dir alles, alles Gute für Deine Genesung!

Möge dieses Überraschungsbüchlein Dir ein wenig neue Kraft und Zuversicht schenken für Deinen weiteren Weg als Schriftsteller!

Werd` schnell wieder gesund – wir freuen uns auf weitere Geschichten von Dir.

Deine Verlegerfamile Bär,

das Literaturbüro Daria Robjani

& YouKay-Layout (Uwe Köhl)

 

‹ Prolog ›

Manuel, das »Irgendwie-Anderskind«, war … irgendwie anders!

Nicht, dass er nicht eigentlich auch ein ganz normales Kind gewesen wäre …

Das war er wohl! Nur: Wie andere Kinder ganz normal in den Kindergarten gehen, die Schule besuchen oder mit Spielkameraden spielen, das konnte er nicht! Denn, wenn er nicht gerade die Treppe herunter gefallen war, im Supermarkt ohnmächtig auf dem Fußboden lag oder mit großem Tatütata und Blaulicht in die Notaufnahme gebracht wurde, dann lag er wahrscheinlich mit dickem Kopfverband auf der Intensivstation eines Kinderkrankenhauses.

Warum das so war, ist eine lange Geschichte und die will ICH Euch jetzt erzählen!

Wer ICH bin?

Manuel!

Manuel Schnappauf – inzwischen groß genug, um mich mit Papier und Stift zu bewaffnen, um alles der Reihe nach aufzuschreiben, während ich (wiedermal ans Bett gefesselt) im Krankenhaus liege.

Es ist meine Geschichte, die vor vielen Jahren plötzlich, von einen Tag auf den nächsten, begann …

‹ 1 ›

Manuels nähere Bekanntschaft mit der ‚FallTreppe‘

Wie Manuel mit 5 Jahren morgens die Treppe herunterstürzt und Mama nur denkt: Das kann ja mal passieren, Gott sei Dank ist es noch mal gut gegangen; und er soll halt nächstes Mal (verdammt noch mal!) besser aufpassen

Es sollte ein Tag wie jeder andere werden, der alles andere, als das wurde!

Um Punkt 6 Uhr in der Früh, machte es: klopf, klopf, klopf an der Kinderzimmertür und der nervigste Lebendwecker aller Zeiten, Mama Schnappauf höchstpersönlich, trällerte morgenfröhlich wie immer: »Guten Morgen, meine Schlafmützen, aufstehen! Der Kindergarten wartet auf euch! Manuel, Joshua, raus aus den Federn! Wir müssen uns beeilen … Auf, auf, auf!« Manuel, der Große der Familie, hatte den leichten Schlaf einer Katze und stand sofort senkrecht im Bett, während Joshua, sein jüngerer Bruder, seelenruhig und fest wie ein Siebenschläfer im Winterschlaf weiter ratzte.

Das kannte Mutter Schnappauf schon zu Genüge, deshalb beschloss sie (wie jeden Morgen): »Manuel, du gehst zuerst runter ins Bad. Aber wasch dich auch ja hinter den Ohren … Und, mein lieber: Zähneputzen nicht vergessen!«

»Ja, ja, Mama, du sagst auch jeden Tag das Gleiche …«, maulte Manuel.

»Manchmal denkt man, du hast eine Schallplatte verschluckt.« Morgenmuffelig rieb er sich den Schlaf aus den Augen. Dann sprang er – scheinbar quietschfidel – auf seiner Matratze herum, als sei sie ein Zirkustrampolin.

»Waaas, morgens um 6 schon sooo frech? …« Mit gespielter Entrüstung zwickte Mama ihrem vorlauten Dreikäsehoch mahnend in die Nase. Während sie energisch das Kinderzimmerfenster zum Lüften aufriss, kam sie richtig in Fahrt und wurde morgenernst: »So, mein Großer«, sagte sie mit erhobener Stimme, »Jetzt aber, auf ins Bad! Wir sind allmählich spät dran! Keine Debatten, keine Widerrede! Und, wenn du fertig bist, dann sag Bescheid, damit ich deinen Bruder rechtzeitig wecken kann.«

Soweit war alles, wie jeden Morgen.

Manuel schlurfte schlaftrunken aus dem Zimmer, um sich auf den Weg ins Bad zu machen, das in dem alten Haus ein Stockwerk tiefer lag.

Doch dann passierte es:

Mitten auf der Treppe wurde Manuel plötzlich ganz schwarz vor Augen. Alles drehte sich karusselartig und die Welt um ihn herum verzerrte sich ganz komisch. Dann hörte man einen fürchterlichen Schlag im Treppenhaus und sofort drauf markerschütterndes Geschrei von unten.

Mutter Schnappauf erschrak entsetzlich und rannte so schnell sie nur konnte auf den Flur. Was sie dort erwartete, war noch viel schlimmer, als sie zunächst vermutet hatte: Manuel war nicht nur einfach hingefallen oder verschlafen irgendwo gegen gerannt (was in letzter Zeit auffällig oft vorkam), nein, er war die letzten Stufen der Marmortreppe hinunter gestürzt und lag weinend und schreiend auf den kalten Fußbodenfliesen. Mama nahm ihn ganz schnell in den Arm und versuchte ihn zu beruhigen, was alles andere als einfach war. Es dauerte sehr, sehr lange, bis er wieder einigermaßen bei sich war und so was wie Worte schluchzen konnte.

»Mama, Mama es tut so weh …«, stammelte er, »Mein Kopf, mein Bein, es tut so weh … aua … aua … es tut so weh!«

Die Tränen schossen nur so aus ihm heraus und waren kaum zu bremsen. Inzwischen war sogar Joshua von dem Lärm aufgeschreckt und stand, ebenfalls in Tränen aufgelöst, neben seinem verunfallten Bruder. Der bald Vierjährige heulte immer mit, wenn sein großer Bruder richtig doll weinte.

Nachdem sie alle drei gemeinsam feststellen konnten, dass wirklich nichts gebrochen war und es auch keine anderen, ernsthaften Verletzungen gab, sagte Mama erleichtert:

»Gott sei Dank, es ist nichts passiert! Alles noch mal gut gegangen. Aber das nächste Mal passt du verdammt noch mal besser auf. Das ist doch keine Falltreppe und Vallentinstag haben wir heute auch nicht!«

Mama bepustete Manuels Kopf, an dem sich bereits eine kleine Beule gebildet hatte. Dass er in den letzten Tagen schon öfters urplötzlich hingefallen war, weil ihm immer von einer Sekunde auf die Nächste schwindlig geworden war, sagte er Mama nicht.

Auch sagte er ihr nicht, dass es in seinem Kopf in letzter Zeit immer so komisch dröhnte und dass er sich vor Schmerzen manchmal kaum bewegen konnte.

… weiterlesen

Über das Buch

Worum geht es in dem Buch?

Was ist das Besondere an der Geschichte?

In diesem Buch geht es um ein – vergleichsweise hartes – Kinderschicksal. Genauer: um die Diagnose einer furchtbaren Erkrankung, mit all ihren Folgen, Risiken und Nebenwirkungen für das Leben und die Seele eines Kindes und seiner Familie.

Eine Familie wird von einem Tag auf den nächsten unsanft aus ihrem Alltagsgeschehen gerissen und in einen permanenten Krisen- und Ausnahmezustand versetzt. Der Alltag wird fortan beherrscht von Sorgen, Angst, Trauer und Hoffnung – (Tabu-)Themen, die eigentlich so gar nicht in eine Familienwelt passen wollen.

Fragen nach Krankheit, Tod und Sterben drängen sich brutal und ungefiltert in den Vordergrund und bestimmen damit weitgehend die Lebenswirklichkeit und die Entwicklungschancen eines Kindes – Prägen es zu einem »Irgendwie-Anderskind.«

In Kinder- und Jugendbüchern erwartet man – tendenziell – Spiel, Spaß, Spannung, Abenteuer, kleine Helden und große Entdecker. Inhalte also, die die jungen Leser in andere, meist phantastische Welten entführen, weit ab von der gelebten Realität.

Dieses Buch wendet sich demgegenüber den oft harten und unbarmherzigen Seiten des Lebens zu. Es konfrontiert den Leser ungeschminkt mit einem Teil dessen, was das Leben und unsere Gesellschaft in Wahrheit bestimmt. Dabei wird nichts geschönt, nichts geschnörkelt, der Blick richtet sich ungetrübt auf die Situationen, wie sie sind, selbst dann, wenn sie ‹hart und unverdaulich› scheinen.

Für viele Kinder, Jugendliche und Familien bilden Lebensumstände, jenseits einer heilen Kinderwelt, die unumstößliche Realität, der sie sich tagtäglich zu stellen haben.

Der Autor dieses Werkes musste sich sein Leben lang diesen Realitäten stellen – und stellt sich ihnen noch … Mit diesem Buch, möchte er seine Erfahrungen mit anderen Menschen teilen.

Vorwort der Herausgeber

zu diesem Not-Vorabdruck

 Liebes Lesepublikum,

eines schönen Tages, landete – via Geheimtipp einer unserer Autorinnen – das Manuskript Manuel, das ›Irgendwie-Anderskind!‹ auf unserem Schreibtisch.

Ein autobiografisches Kinder- und Jugendbuch von einem Autor, dessen Leben alles andere als ›normal‹ verlief und der (laut eigener O-Ton-Aussage) schon ‹mehrfach mehr tot als lebendig› war …

Aufgrund einer schweren Erkrankung von Kindesbeinen an, folgte eine Gehirn-Operation auf die nächste, ein Krankenhausaufenthalt auf einen Weiteren.

Während die Schule kaum besucht werden konnte, waren Reha-Aufenthalte an der Tagesordnung und das Leben war (und ist!) permanent von Ohnmachtsanfällen, Koma und anderen katastrophalen Katastrophen begleitet. Katastrophal!

So wurde denn auch dieses Buch – teilweise unter katastrophalen Umständen – vom Krankenbett aus geschrieben und die Arbeit daran immer wieder, wegen zum Teil schwerer gesundheitlicher Probleme mit unklarem Ausgang, unterbrochen.

Jüngst, das heißt: eine knappe Woche vor der ›Buch-Berlin‹, hat uns die Nachricht erreicht, dass der Autor einen Herzinfarkt erlitten hat.

Obwohl das Buch erst für Sommer nächsten Jahres vorgesehen war, haben wir – das Elvea-Publishing-Team und das Literaturbüro Daria Robjani – uns dafür entschieden, es JETZT auf den Weg zu bringen!

Lieber Alexander, wir wünschen Dir alles, alles Gute für Deine Genesung!

Möge dieses Überraschungsbüchlein Dir ein wenig neue Kraft und Zuversicht schenken für Deinen weiteren Weg als Schriftsteller!

Werd` schnell wieder gesund – wir freuen uns auf weitere Geschichten von Dir.

Deine Verlegerfamile Bär,

das Literaturbüro Daria Robjani

& YouKay-Layout (Uwe Köhl)

 

‹ Prolog ›

Manuel, das »Irgendwie-Anderskind«, war … irgendwie anders!

Nicht, dass er nicht eigentlich auch ein ganz normales Kind gewesen wäre …

Das war er wohl! Nur: Wie andere Kinder ganz normal in den Kindergarten gehen, die Schule besuchen oder mit Spielkameraden spielen, das konnte er nicht! Denn, wenn er nicht gerade die Treppe herunter gefallen war, im Supermarkt ohnmächtig auf dem Fußboden lag oder mit großem Tatütata und Blaulicht in die Notaufnahme gebracht wurde, dann lag er wahrscheinlich mit dickem Kopfverband auf der Intensivstation eines Kinderkrankenhauses.

Warum das so war, ist eine lange Geschichte und die will ICH Euch jetzt erzählen!

Wer ICH bin?

Manuel!

Manuel Schnappauf – inzwischen groß genug, um mich mit Papier und Stift zu bewaffnen, um alles der Reihe nach aufzuschreiben, während ich (wiedermal ans Bett gefesselt) im Krankenhaus liege.

Es ist meine Geschichte, die vor vielen Jahren plötzlich, von einen Tag auf den nächsten, begann …

‹ 1 ›

Manuels nähere Bekanntschaft mit der ‚FallTreppe‘

Wie Manuel mit 5 Jahren morgens die Treppe herunterstürzt und Mama nur denkt: Das kann ja mal passieren, Gott sei Dank ist es noch mal gut gegangen; und er soll halt nächstes Mal (verdammt noch mal!) besser aufpassen

Es sollte ein Tag wie jeder andere werden, der alles andere, als das wurde!

Um Punkt 6 Uhr in der Früh, machte es: klopf, klopf, klopf an der Kinderzimmertür und der nervigste Lebendwecker aller Zeiten, Mama Schnappauf höchstpersönlich, trällerte morgenfröhlich wie immer: »Guten Morgen, meine Schlafmützen, aufstehen! Der Kindergarten wartet auf euch! Manuel, Joshua, raus aus den Federn! Wir müssen uns beeilen … Auf, auf, auf!« Manuel, der Große der Familie, hatte den leichten Schlaf einer Katze und stand sofort senkrecht im Bett, während Joshua, sein jüngerer Bruder, seelenruhig und fest wie ein Siebenschläfer im Winterschlaf weiter ratzte.

Das kannte Mutter Schnappauf schon zu Genüge, deshalb beschloss sie (wie jeden Morgen): »Manuel, du gehst zuerst runter ins Bad. Aber wasch dich auch ja hinter den Ohren … Und, mein lieber: Zähneputzen nicht vergessen!«

»Ja, ja, Mama, du sagst auch jeden Tag das Gleiche …«, maulte Manuel.

»Manchmal denkt man, du hast eine Schallplatte verschluckt.« Morgenmuffelig rieb er sich den Schlaf aus den Augen. Dann sprang er – scheinbar quietschfidel – auf seiner Matratze herum, als sei sie ein Zirkustrampolin.

»Waaas, morgens um 6 schon sooo frech? …« Mit gespielter Entrüstung zwickte Mama ihrem vorlauten Dreikäsehoch mahnend in die Nase. Während sie energisch das Kinderzimmerfenster zum Lüften aufriss, kam sie richtig in Fahrt und wurde morgenernst: »So, mein Großer«, sagte sie mit erhobener Stimme, »Jetzt aber, auf ins Bad! Wir sind allmählich spät dran! Keine Debatten, keine Widerrede! Und, wenn du fertig bist, dann sag Bescheid, damit ich deinen Bruder rechtzeitig wecken kann.«

Soweit war alles, wie jeden Morgen.

Manuel schlurfte schlaftrunken aus dem Zimmer, um sich auf den Weg ins Bad zu machen, das in dem alten Haus ein Stockwerk tiefer lag.

Doch dann passierte es:

Mitten auf der Treppe wurde Manuel plötzlich ganz schwarz vor Augen. Alles drehte sich karusselartig und die Welt um ihn herum verzerrte sich ganz komisch. Dann hörte man einen fürchterlichen Schlag im Treppenhaus und sofort drauf markerschütterndes Geschrei von unten.

Mutter Schnappauf erschrak entsetzlich und rannte so schnell sie nur konnte auf den Flur. Was sie dort erwartete, war noch viel schlimmer, als sie zunächst vermutet hatte: Manuel war nicht nur einfach hingefallen oder verschlafen irgendwo gegen gerannt (was in letzter Zeit auffällig oft vorkam), nein, er war die letzten Stufen der Marmortreppe hinunter gestürzt und lag weinend und schreiend auf den kalten Fußbodenfliesen. Mama nahm ihn ganz schnell in den Arm und versuchte ihn zu beruhigen, was alles andere als einfach war. Es dauerte sehr, sehr lange, bis er wieder einigermaßen bei sich war und so was wie Worte schluchzen konnte.

»Mama, Mama es tut so weh …«, stammelte er, »Mein Kopf, mein Bein, es tut so weh … aua … aua … es tut so weh!«

Die Tränen schossen nur so aus ihm heraus und waren kaum zu bremsen. Inzwischen war sogar Joshua von dem Lärm aufgeschreckt und stand, ebenfalls in Tränen aufgelöst, neben seinem verunfallten Bruder. Der bald Vierjährige heulte immer mit, wenn sein großer Bruder richtig doll weinte.

Nachdem sie alle drei gemeinsam feststellen konnten, dass wirklich nichts gebrochen war und es auch keine anderen, ernsthaften Verletzungen gab, sagte Mama erleichtert:

»Gott sei Dank, es ist nichts passiert! Alles noch mal gut gegangen. Aber das nächste Mal passt du verdammt noch mal besser auf. Das ist doch keine Falltreppe und Vallentinstag haben wir heute auch nicht!«

Mama bepustete Manuels Kopf, an dem sich bereits eine kleine Beule gebildet hatte. Dass er in den letzten Tagen schon öfters urplötzlich hingefallen war, weil ihm immer von einer Sekunde auf die Nächste schwindlig geworden war, sagte er Mama nicht.

Auch sagte er ihr nicht, dass es in seinem Kopf in letzter Zeit immer so komisch dröhnte und dass er sich vor Schmerzen manchmal kaum bewegen konnte.

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