Tim & Selena-Mandy O’Connor (Sofort lesen)

Mandy O’Connor beobachtet in ihrem Episodenroman „Zwei Wochen“ in lockeren Abständen in jeder Episode rund 14 Tage im Leben von Tim, Selena und weiteren jungen Leuten. Sie alle sind auf der Suche und sie alle müssen und werden ihren Weg finden. 
Seid gespannt auf das ganz normale Leben.

 

Episode 1

Tim & Selena: Zwei Wochen

Es ist spätes Frühjahr, die ersten warmen Sonnenstrahlen locken nicht nur junge Leute in die Stadt. Selena, eine junge Frau mit halblangen, braunen Haaren, geht das erste Mal in diesem Jahr wieder in ihr Lieblingscafé am Markt. In diesem Jahr wird sie die Schule beenden und danach, was kommt danach, sie weiß es noch nicht. Eine Ausbildung, ein Studium … Ein Jahr im Ausland … Sie ist gerade erst 19 geworden.

Es wird vermutlich nach der Schule alles anders werden. Im Moment weiß Selena noch nicht, ob sie sich darauf freuen soll. Es gibt Tage, da ist sie neugierig. An anderen Tagen dann kommt wieder eine leichte Traurigkeit hoch. Ihre Mutter sagt immer: Es wird schon werden. ‚Was wird schon werden? ‘, denkt Selena. Wenn sie es nur wüsste.

Heute genießt sie erst einmal den ersten warmen Tag und wartet auf ihre Freundin. Es ist noch nicht viel los. Erst in der Mittagszeit werden Gäste kommen, von denen viele in der Nähe arbeiten. Selena beobachtet gern. Banker, die lässig die Hände in den Taschen verstecken, schleppen Azubis hinter sich her, die so tun, als müssten sie genau so lässig herüberkommen. Geschäftsleute, die sich mit Ihresgleichen treffen, die teuren Smartphones neben der Speisekarte abgelegt. Studenten, die das Tagesgericht bestellen. Sie bestellen immer das Tagesgericht. Touristen, ältere Damen mit dicken Ringen an den Fingern. An manchen Tagen ist das Beobachten Selenas Lieblingsbeschäftigung. Heute nicht. Heute wartet sie auf ihre Freundin Tanja. Selena will wissen, was Tanja vorhat.

‚Das dauert heute wieder‘, denkt Selena. Da kommt Tanja um die Ecke. Selena ist wie erstarrt. Sie wollte schon aufspringen, so wie immer, wenn sie Tanja trifft. Doch nun hat Tanja einen Prinzen neben sich. Blond, blaue Augen, so tiefblau, wie in einem kitschigen Prospekt über die Karibik. Selena ist hin und weg. Das geht nicht. Tanja und dieser Traumprinz. Wo hat sie den nur her? Selenas Gefühle spielen Achterbahn. Sie rattern ungebremst von der Karibik bis zum Nordpol. Hin und her. Das Schlimmste aber: Sie ist sprachlos. Das ist sie sonst nie! Bisher dachte Selena immer, selbst wenn sie mal einen Traummann treffen sollte, dann wäre sie garantiert cool und jeder Situation gewachsen. Und nun? Cool ist da gar nichts, nur ein fetter Frosch im Hals. Gefühlt dick, schleimig und grün.Tanja kommt mit dem Prinzen am Tisch an und sagt:

„Hey Selena, darf ich dir Tim vorstellen?“

Und nun blockiert dieser blöde Frosch ihr sonst glockenhelles, wunderbar ausdrucksstarkes ‚Hallo‘. Es klingt eher nach:

„Challo … ich bin Selena. Challo Tim!“

Tanja lacht glucksend und fragt:

„Tim, was willst du trinken?“

Sie hofft damit, Selenas Reaktion zu überspielen. Die hat sie sehr wohl mitbekommen. Ob es ihr gelungen ist? Tim ist jedenfalls nichts anzumerken. Tanja bestellt für alle Eiskaffee. Auch in diesem Jahr bedient im Außenbereich wieder Jenny. Selena kennt sie noch vom letzten Jahr. Jenny studiert an der hiesigen Uni Physik. ‚Sie weiß wenigstens, was sie tut‘, denkt Selena ganz kurz. Tim fordert jedoch sehr schnell wieder ihre ganze Aufmerksamkeit. Außerdem hofft sie, dass der Eiskaffee bald kommt. Der Frosch im Hals muss definitiv schnell verschwinden. Selena ist neugierig. Sie überlegt schon, wie sie mehr über Tim erfahren kann. Wäre sie mit Tanja allein, würde sie sofort fragen: ‚Wo hast du den aufgegabelt?‘ Das geht gerade nicht.

Tanja und Tim unterhalten sich locker über alles, was Selena nun gar nicht interessiert. Wie die Reise war, ob der Zug wirklich so viel Verspätung hatte, ob Tim schon gegessen habe, wie das Wetter während der Reise war, und so weiter. ‚Unwichtig!‘ denkt Selena, ‚sowas von unwichtig.‘ Das ist wichtig: Wo kommst du her? Hast du eine Freundin? Selena denkt: ‚Ich dreh gerade frei, was geht mich das an?‘ Der Typ, zugegeben ein Traumprinz, ist seit fünf Minuten am Tisch und sie interessiert nur, ob er Single ist. Das geht nun doch zu weit. Zudem weiß sie nicht, was Tanja und Tim verbindet. Oder im besten Fall: nicht verbindet. Selena ist durcheinander. Vielleicht schafft sie es heute noch, mit Tanja unter vier Augen reden zu können.

„Selena!“, ruft Tanja, „Seleeeenaaaa!“

Selena wirkt, als würde sie vor sich hin träumen.

„Was? Sorry, Tanja. Was ist los?“

„Wir wollten jetzt gehen“, sagt Tanja, „Tim hat noch in der Stadt zu tun“.

„Schade …“, krächzt ihr dicker, schleimiger, grüner Frosch.

„Bist du morgen wieder hier?“, fragt Tanja.

„Denke chon“, krächzt er.

„Dann bis morgen, Selena“, ruft Tanja. Und schleppt den Traumprinzen ab.

Tim ruft noch zurück:

„Bis die Tage, Selena“.

Und auf einmal ist dieser sonnige, warme Frühlingstag irgendwie mit Dunst verhangen.

***

Einen Tag später treffen sich Selena und Tanja wieder im Café. Heute ist das Wetter nicht mehr so strahlend schön. Selena war nach dem Treffen mit Tanja und Tim unruhig gewesen wie noch nie in ihrem Leben vorher. Weder Shoppen gehen, noch mit anderen Freundinnen chatten, hatten sie ablenken können. Am Abend hatte sie noch versucht, Tanja zu erreichen. Nichts. Tanja war nicht erreichbar gewesen. Jetzt sitzt sie mit Tanja am Tisch und Tanja erzählt und erzählt. Leider nichts von Tim. Selenas Problem ist: Sie weiß nicht, wie sie anfangen soll. Jeder weitere Satz von Tanja entfernt Selena weiter von ihrer Herzensfrage. Dann hält sie es nicht mehr aus und platzt Tanja mitten in den Satz:

„Sag mal, wo hast du den denn aufgegabelt?“

Viel zu laut kommt Selena ihre Frage vor. Sie hat fast das Gefühl, alle Leute im Café interessiert genau wie sie, nur diese eine Antwort. Tanja hält inne.

„Wieso? Tim ist kurz auf Durchreise und wir haben uns getroffen. Ende.“

„Ja und?“, fragt Selena, „nichts weiter?“

„Genau“, antwortet Tanja, „nichts weiter“.

Und erzählt weiter.

Jenny, die auch heute wieder im Café bedient, bekommt den kurzen heftigen Disput der Freundinnen mit und denkt: ‚Das kann doch nur um den Blondling von gestern gehen … Das kann noch interessant werden.‘

***

Als Tim sich von Selena verabschiedet hatte, ging er noch mit Tanja ziellos durch die Stadt. Sie hatten sich viele Jahre nicht gesehen. Und trotzdem: Schon beim unverhofften Wiedersehen am Fahrkartenautomaten im Bahnhof, war es, als wären sie nie getrennt gewesen. Sie hatten erzählt, sind sich ins Wort gefallen, hatten gelacht und die Zeit vergessen. Es war wundervoll vertraut gewesen und doch neu. Tim lächelt. Klar, 8 Jahre hatten sie sich nicht gesehen. Da ist bei beiden viel passiert.

Tanja ging in dieser Stadt in die Schule, ihre Eltern hatten gute Jobs, Geldsorgen kannte sie nicht. Bei ihm war alles anders. Er zog mit seiner Mutter ihrer Arbeit hinterher. An seinen Vater hatte er schon lange keine Erinnerung mehr. Und doch, es war schon immer so: Waren sie zusammen, spielte das alles keine Rolle.

Sie war Tanja und er war Tim. Jetzt war es auch so, doch obwohl so vertraut, gab es eine unsichtbare Wand zwischen ihnen. Erst sehen sie sich Jahre nicht, dann soll von einem Tag auf den anderen alles wie früher sein? Nach so langer Zeit war das nach Tims Auffassung völlig in Ordnung.

Am Abend ging er noch einmal in das Café, wo er am Mittag mit Tanja Selena getroffen hatte. Diesmal war er allein, nahm die Speisekarte in die Hand und wählte ohne langes Suchen das Tagesgericht. Jenny, die Bedienung, nahm seine Bestellung auf und lächelte ihn an.

***

Nachdem Tanja sich von Tim verabschiedet hatte, ließ sie den Tag noch einmal an sich vorbeigleiten. Was war da alles passiert. Sie hatte nach vielen Jahren ihre Sandkastenliebe Tim am Bahnhof wiedergetroffen, schleppte ihn zu Selena ab und wurde von deren Reaktion völlig überfahren. Dass ihre beste Freundin plötzlich einen Frosch verschluckt, nachdem sie Tim begrüßt hatte, kannte sie von ihr gar nicht. Selena und Sprachlosigkeit. Unvereinbar. Doch vielleicht sah Selena Tim in einem ganz anderen Licht als Tanja selbst. Das wäre durchaus möglich. Für Tanja ist Tim einfach der beste Freund ever. Jetzt, wo sie ihn wiedergetroffen hatte, kam sie sich wieder vollständig vor. Es gibt Dinge, die vermisst man nachträglich erst, wenn man sie plötzlich wiedergefunden hat. ‚Mein bester Freund und das soll auch so bleiben‘, denkt Tanja. ‚Ich habe andere Dinge vor.‘

Am Abend, nachdem Tanja WhatsApp abgearbeitet hatte, zog sie sich etwas über und lief noch einmal in die Stadt. Von Jenny erfuhr sie, dass Selena nicht wieder aufgetaucht und Tim gerade gegangen sei. Tanja bestellte sich etwas und ließ den Tag geruhsam ausklingen. Sie wartete nur noch auf Jenny, um nach deren Dienstschluss nicht allein durch die leere Stadt nach Hause gehen zu müssen. Jenny wohnte in einer WG in ihrer Nähe und sie hatten damit beide einen angenehmeren Heimweg.

***

Einige Tage später. Selenas Mutter bedrängt sie ständig, wie es für sie nach dem Abi weitergehen soll. Selena weiß es natürlich nicht. Ständig geistert Tim in ihren Gedanken herum. Klar, sie sieht schon ein, dass es wichtig ist, aber muss denn ihre Mutter gerade jetzt damit nerven? Und überhaupt, vielleicht geht sie in eine ganz andere Stadt oder ins Ausland. Weit weg von den kreisenden Gedanken um Tim und Tanja.

Tanja ist nach wie vor nicht für sie erreichbar. Langsam macht Selena sich Sorgen. Sie weiß, dass Tanja manchmal abends ins Café geht. Vielleicht geht sie heute in die Stadt. Ist Tanja nicht da, hofft Selena, dass wenigstens Jenny bedient. Vielleicht weiß sie, was mit Tanja los ist.

***

Als Selena das Café betritt, steht Jenny glücklicherweise hinter dem Tresen. Draußen ist alles abgedeckt. Es regnet. Frühling sieht anders aus. Nachdem Selena sich den obligatorischen Eiskaffee bestellt hat, schaut sie auf den verregneten Platz. Von Tim und Tanja ist weit und breit nichts zu sehen.

„Sag mal“, fragt sie Jenny, „hast du in letzter Zeit mal Tanja gesehen?“

Jenny lächelt.

„Warum fragst du? Tanja ist nicht in der Stadt.“

„Und … und …?“, fragt Selena.

„Was und? Meinst du den Blondling?“, entgegnet Jenny.

„Ja, ich habe den Namen vergessen. Aber ja, den meine ich.“

‚Was mach ich da nur?‘, denkt Selena. ‚Das ist doch kindisch.‘ Wie sollte sie den Namen des Prinzen vergessen. Sie wird leicht rot. Gut, dass Jenny jetzt bei einem anderen Gast steht. Selena widmet sich ihrem Eiskaffee und wartet, dass Jenny wieder etwas Zeit hat. Nach einer gefühlt viel zu langen Pause kommt Jenny wieder an ihren Tisch am Fenster. Sie geht jedoch nur an ihr vorbei, dreht sich kurz um und meint:

„Vielleicht ist Tanja mit Tim, so heißt der Blondling nämlich, unterwegs. Ich weiß es nicht. Tschüss, Selena, ich bin verabredet.“

‚Dann also Tschüss‘, denkt Selena, bezahlt und geht durch die leere Stadt nach Hause. Zu ihrer Mutter, die sie sicher wieder fragen wird, wo sie war und ob sie nichts Wichtigeres zu tun habe.

***

Nach einigen Tagen meldet sich plötzlich Tanja bei Selena:

„Hey! Wo hast du gesteckt?“, fragt sie Tanja.

„Ich war unterwegs … eben unterwegs“, druckst Tanja.

„Eine kleine Auszeit, um mir über einige Dinge klar zu werden.“

‚Aha‘, denkt Selena, ‚klar werden. Worüber denn?‘ Sie weiß nicht, was sie denken oder hoffen soll. Ob sie überhaupt wissen will, worüber Tanja sich klar werden muss. Es ist vertrackt. Plötzlich fällt Selenas Träumerei in sich zusammen.

„Übrigens treffe ich mich morgen mit Tim am Bahnhof. Kommst du auch?  Er hat nach dir gefragt.“

‚Tim fährt wieder weg‘, denkt Selena. Alles in ihr ist plötzlich in Aufruhr. Sie weiß noch nichts über ihn, nur seine blauen Augen verfolgen sie ständig. Dabei wüsste sie so gern, wo er wohnt, was er mag oder nicht mag, ob er sie vielleicht mögen könnte?

„Ja, ich komme“, krächzt Selena, „Bis morgen“.

Wie gut, dass Tanja nur am Handy war. Hätte sie ihr gegenüber gesessen … OMG.

***

Als Selena am nächsten Abend am Bahnhof ankommt, sind Tim und Tanja schon da.

Sie unterhalten sich, gestikulieren und lachen. Langsam geht sie auf die beiden zu und ruft:

„Hallo, ihr Zwei! Mein Bus hatte Verspätung.“

„Schön, dass du gekommen bist“, antwortet Tanja und lächelt.

‚Tanja lächelt‘, denkt Selena, ‚nun gut, sie hat sicher genügend Gründe dafür.‘

Dann reden die Drei noch eine Weile reichlich belangloses Zeug bis Selena ruft:

„Ich muss los! Mein Bus …“

Eigentlich ist sie ganz froh, dass ihr Bus nicht so häufig fährt, damit hat sie einen guten Grund, zu verschwinden. Tim schaut eigenartig und sagt:

„Dann bis irgendwann einmal, Selena.“

„Bis irgendwann!“, ruft Selena zurück.

Tanja ruft noch etwas hinter Selena her, aber das hat diese nicht mehr gehört. Sie will nur noch weg.

***

Tim und Tanja bleiben am Bahnsteig zurück. Sie sehen sich reichlich betreten an. Tim bricht die Ratlosigkeit und sagt:

„Komm, wir verabschieden uns im Abteil.“

Er nimmt den Koffer und geht mit Tanja langsam zum Zug.

Derweil sitzt Selena an der leeren Bushaltestelle. Es regnet und der Bus ist weg. Ihre Gedanken sind genauso trüb wie dieser verregnete Frühlingstag. Plötzlich ruft es. Das Rufen kommt immer näher. Selena ist völlig geplättet. Sie hat Tanja erwartet. Doch es ruft Tim! Wieso das? Tanja hatte sich doch von ihm verabschiedet. Sie steht auf und langsam kriecht dieser Frosch in ihren Hals. Ihre Gefühle rasen wie vor einigen Tagen von der kitscheblauen Karibik bis an den Nordpol. Hin und her. Immer wieder. Als Tim bei ihr ankommt, sagt er nur:

„Warum wolltest du dich denn nicht von Tanja verabschieden? Sie war ziemlich traurig darüber.“

Selena wird es unheimlich. Sie erschrickt.

„Tanja? Wieso Tanja? Ich dachte …?“

„Dass ich wieder wegfahre?“, sagt Tim.

Selena ist sprachlos. Schon wieder.

„Ja, dass du wegfährst.“

„Aber Tanja!“, ruft sie.

„Und ich habe mich nicht von ihr verabschiedet.“

„Hast du denn nicht gehört, dass sie dir noch hinterhergerufen hat?“, sagt Tim leise.

„Dass sie etwas gerufen hat, ja, das habe ich gehört, aber nicht verstanden. Ich … wollte nur noch … meinen Bus erreichen …“

„Dann solltest du dich vielleicht bei ihr melden.“

„Ja, das werde ich. Dann sofort.“

Selena ist plötzlich ganz schlecht. Das wollte sie nicht, ihre beste Freundin einfach so stehen lassen. Wer weiß, wann sie sich wiedersehen. WhatsApp, Skype, alles kein Problem, aber so richtig in den Arm nehmen, sich Wünsche und Träume anvertrauen. Das fehlt Selena bereits jetzt. Dann nimmt sie ihren Mut zusammen und fragt Tim:

„Warum bist du eigentlich in unsere Stadt gekommen?“

„Das ist ganz einfach“, sagt Tim.

„Ich suchte einen Studienplatz und habe Tanja angefunkt. Ich wusste, dass sie sich hier auskennt. Nun bin ich da.“

„Und Tanja?!“, fragt Selena.

„Tanja fährt ins Ausland. Sie macht ein Jahr an einem College. ‚Horizont erweitern‘ hat sie gesagt.“

„Dann lass ich dich mal kurz allein“, meint Tim, „damit du Tanja anfunken kannst. Dann kannst du mir ja die Stadt etwas zeigen. Tanja hatte die letzten Tage wenig Zeit. Koffer packen, Formalitäten und so.“

Selena geht einige Schritte zur Seite und ruft Tanja an. Sie ist heilfroh, dass Tanja ans Handy geht. Tim sieht, wie Selena lacht und heult, alles durcheinander. Nachdem Selena das Gespräch beendet hat, wartet er noch eine kurze Zeit, ehe er wieder zu ihr geht. Sie soll sich erstmal wieder in den Griff bekommen. Dann meint er nur kurz:

„Können wir los?“

Plötzlich weiß Selena, was sie nach dem Abi tun möchte.

***

Vielleicht folgt eine Fortsetzung.

Wer weiß, was Tim und Selena in Zukunft erleben werden. Ob Tanja ihren Horizont erweitern und ob Jenny endlich ihr Studium beenden konnte.

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Das Leben ist schön. Dass es einfach ist, hat nie jemand behauptet. 

Eure Mandy O’Connor